In den Wochen vor Weihnachten bietet der Weihnachtsmarkt einen besonderen Grund, Dresden zu besuchen.
Der Striezelmarkt in Dresden ist der älteste Weihnachtsmarkt Deutschlands. Seine Tradition geht bis ins Jahr 1434 zurück. Der Name des Weihnachtsmarktes kommt von einer Dresdner Spezialität - dem Dresdner Christstollen. Strutzel oder Striezel nannte man früher einen Kuchen in länglicher Form. In einigen Städten wurde er auch Stollen genannt. Inzwischen gehört der Dresdener Stollen fest zum Weihnachtsfest in Deutschland.
Am zweiten Adventswochenende wird das Striezelfest gefeiert. Dieses Fest gibt es seit 1994. Zum ersten mal wurde es allerdings 1730 gefeiert. Damals ließ August der Starke, Kurfürst von Sachsen und König von Polen, den ersten Riesenstriezel backen.
Heute wird in Dresden ein Stollen gebacken, der fast vier Tonnen wiegt. Am Samstag vor dem zweiten Advent schneidet ein Bäcker das erste Stück ab. Das erste Stück probiert der Bürgermeister von Dresden. Dann werden Tausende Portionen verkauft.
Am Wochenende des 3. Advent wird auf dem Striezelmarkt das Pyramidenfest gefeiert. Die Striezelmarkt-Pyramide besitzt 42 verschiedene Holzfiguren und steht mit ihren etwa 14 Metern Höhe sogar im Guinness Buch der Rekorde.
Der Striezelmarkt findet auf dem Dresdner Altstadtmarkt statt. Ganz in der Nähe gibt es im Stallhof auch einen historischen Weihnachtsmarkt. Hier kann man nicht nur nach Rezepten aus dem Mittelalter essen, sondern auch traditonelle Handwerker ansehen.